Die
Ratstagung des Zentralrats der Juden in Deutschland hat am
Sonntag, den 20. November der Aufnahme des Landesverbandes
der Israelitischen Kultusgemeinden von Niedersachsen und
des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in
Schleswig-Holstein zugestimmt. Damit sind nun elf
Gemeinden (in Bad Pyrmont, Celle, Göttingen, Hameln,
Hannover, Seesen und Wolfburg-Region Braunschweig in
Niedersachsen sowie Ahrensburg-Stormarn, Bad Segeberg,
Elmshorn und Pinneberg in Schleswig-Holstein), die der
Union progressiver Juden in Deutschland angehören,
Mitglied des Zentralrats geworden. Die Gemeinde Bielefeld
gehörte bisher schon sowohl der Union progressiver Juden
als auch dem Zentralrat (über den Landesverband der
Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe) an.
Die
Union begrüßt diese Entscheidung als einen weiteren
positiven Schritt zur Integration der liberalen Bewegung
in den Zentralrat. Damit werden sowohl eine einheitliche
politische Vertretung der jüdischen Gemeinschaft als auch
deren innere Pluralität gestärkt.
Die
Union progressiver Juden erwartet, dass nun die liberale
Bewegung am Meinungsbildungsprozess sowie der Programm-
und Budgetplanung des Zentralrates beteiligt wird und dass
die finanzielle Förderung der liberalen
Erziehungsprogramme und Jugendaktivitäten, die bisher nur
für einzelne Projekte vom Zentralrat gewährt wurde, auf
eine gesicherte langfristige Basis gestellt wird. Die
Förderung des Abraham-Geiger-Kolleg in Potsdam muss -
auch seitens der neuen Bundesregierung und der
Bundesländer - ausgebaut werden, um die für die
jüdische Gemeinschaft dringend benötigte Ausbildung von
Rabbinern zu sichern.
In
anstehenden Gesprächen mit dem Zentralrat wird außerdem
zu klären sein, wie die übrigen Mitgliedsgemeinden der
Union (in Freiburg, Gudensberg, Halle, Hamburg, Köln,
Mainz und München) in den Zentralrat integriert werden
können.